Es scheinen sich langsam weitere Solidaritätsaktionen für die beiden niederländischen Hacker Jerenz0er und Awinee zu entwickeln. In einem Aufruf, der inzwischen mehrsprachig auf verschiedenen Websiten kursiert, wird dazu aufgefordert Öffentlichkeit und Solidaritätsaktionen für die beiden Inhaftierten zu schaffen. Zu dem knappen Aufruf wird immer wieder ein Bild gepostet, welches stark darauf schließen lässt, dass die Aktion von Menschen des Anonymous-Kollektives initiiert wurde:
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Da dieser Blog inzwischen auch von einigen faschistischen Homepages verlinkt wird, möchte ich hiermit noch einmal etwas klar stellen. Dieser Protest ist international und kann mit einem rückständigen und menschenverachtenden Weltbild, wie dem solcher Seiten und dem der Menschen, die dahinter sitzen, niemals in Einklang gebracht werden. Ich verweise hierzu gerne auf die erfolgreichen Hacks des Anonymous-Kollektives gegen faschistische Websites und möchte noch einmal klarstellen:
Beurteile eine/n HackerIn nach dem, was er/sie tut und nicht nach üblichen Kriterien wie Aussehen, Alter, Rasse, Geschlecht oder gesellschaftlicher Stellung.
Die “Operation Payback” geht weiter: Sonntag gegen 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit waren die europäischen Server von Amazon vorübergehend nicht mehr erreichbar und sahen sich völlig unvorbereitet massiven DDoS-Attacken ausgesetzt. Wie aus dem Nichts waren die Webseiten anonn.tk und anonymous-operation.tk ans Netz gegangen und versuchten die Angriffe auf ein gemeinsames Ziel zu lenken, um diesen eine gewisse Durchschlagskraft zu verleihen. Nur wenn genügend Rechner einen Webserver mit genügend unnützen Anfragen fluten, muss dieser den Dienst einstellen. Diese Koordinationstaktik, welche anfangs noch bei den Amazon-Servern aufzugehen schien, offenbarte allerdings auch die Schwäche der relativ losen Organisationsstruktur der Anonymous-Gruppe.
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Wie die Webseite anonymous-payback.tk verkündet, sollen die erneuten DDoS-Angriffe im Rahmen der “Operation Payback” nun auf Mastercard.com abzielen. Diese Webseite musste bereits bei vorangegangenen Attacken als Ziel herhalten. Bei den letzten Angriffen auf Mastercard.com konnten die AktivstInnen neben dem Webauftritt auch die Bezahlsysteme der Mastercard stark beeinträchtigen.
Zudem befindet sich auf der genannten Homepage eine Botschaft, dass die DDoS-Angriffe gegen Amazon gegen 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit fortgesetzt werden.
Amazon scheint die Attacken auf ihre Server inzwischen verkraften zu können. Die AktivistInnen diskutieren derzeit unter anonn.tk ein neues Ziel. Mastercard rückt hierbei wieder ins Gespräch. Allerdings scheinen sich die AktivistInnen derzeit wieder nicht auf ein gemeinsames Ziel einigen zu können. Daher verkünden sie auf dem Koordinierungstweet nun “Attention: Until there is unity, there will be no war!” und nahmen die Zielvorgabe auf der Webseite anonymous-payback.tk vorzeitig zurück.
Die Webseite www.amazon.co.uk lässt sich derzeit immer schwieriger erreichen. Der Schwarm und der Chatraum, die auf der Webseite anonn.tk fühlen sich und immer mehr UserInnen nehmen an der DDoS-Attacke gegen Amazon teil. Ob bisher bereits wirtschaftlicher Schaden für das Unternehmen entstanden ist, ist nicht bekannt.
Die Ereignisse überschlagen sich gerade. Die “Operation Payback” geht weiter, wie dieser Webseite ziemlich eindeutig zu entnehmen ist. Als derzeitiges Ziel wird amazon.co.uk mit der dazugehörigen IP-Adresse ausgegeben. Ein umfassender Artikel folgt, sobald weitere Klarheit in die Ereignisse kommt. – Stay tuned!
Benutzt doch bitte die Kommentarfunktion, wenn ihr eigene Infos zu den Geschehnissen habt. Ihr würdet mir damit sehr helfen aktuelle und zeitnahe Informationen aufzutreiben.
Derzeit befindet sich auf einem Blog der “Operation Payback” einer neuer IRC-Chat. Es scheint etwas im Busch zu sein, da so eben die Meldung “Dont waste your time with pointing out targets,the hive mind decides” rausgegeben wurde.
Die Presseartikel zu den nicht erreichbaren Amazon-Servern verbreiten sich rasant im Netz. Die mögliche Aktion der “Operation Payback” scheint scheinbar selber schon vorbei. Die Webseiten amazon.fr, amazon.de, amazon.co.uk, amazon.at und amazon.it sollen zeitweise vom Netz gegangen sein, berichtet Spreadnews. Grund für diese Ausfälle, so der Nachrichtendienst, seien Probleme mit einem Server in Irland gewesen. Der Nachrichtendienst glaubt weiterhin zu wissen, dass es eher ein technischer Defekt gewesen sein muss, da das Anonymous-Kollektiv ja derzeit Mastercardangriffe plane. Wer trotzdem weiterhin die Server von Amazon im Auge behalten möchte, dem/der sei diese Seite ans Herz gelegt.
Wie mehrere WebnutzerInnen und ein Presseartikel vermelden, gibt es derzeit Probleme mit dem Seitenaufbau der britischen Amazon-Webseite. Diese Seite soll von Zeit zu Zeit nicht erreichbar sein. Ob dieses eine neue Attacke der “Operation Payback” darstellt oder ob Medien und Öffentlichkeit derzeit zu sensibel auf langsame Webseiten reagieren, kann derzeit nicht eingeschätzt werden. Die Webseite des britischen Ablegers des Internetversandhändlers ist zur Zeit auf jeden Fall erreichbar.

